Borreliose bei Pferden
Was hat Borreliose mit der manuellen Therapie zu tun?
Diese heimtückische Krankheit kann den Organismus so beeinträchtigen, dass eine Behandlung mit manuellen Techniken nicht zum gewünschten Erfolg führt, bzw. diesen massiv behindert.
Borreliose ist definitiv auf dem Vormarsch. Das zeigen 240000 Neuerkrankungen/ Jahr beim Menschen. Und es gibt keine Forschung in Deutschland!!! Für Pferde gibt es meines Wissens keine Statistik, aber die Zahl der Erkrankungen mit eindeutigem Erregernachweis ist erkennbar steigend. Viele Fälle bleiben leider unerkannt, weil vielen Behandlern (Tierärzte und Therapeuten) der ganzheitliche Blick und das Wissen über die Zustandsform Bakterie fehlt. Deshalb wird nur an Symptomen therapiert, was aber keinen dauerhaften Erfolg bringen kann.
Borreliose ist eine multisystemische, bakterielle Infektionskrankheit. Die Erreger sind Spirochäten = Schraubenbakterien mit Namen Borrelia burgdorferi. Die Symptome entstehen nicht unbedingt durch die Bakterien selber, sondern durch die von ihnen ausgeschiedenen Gifte. Besonders auch in Verbindung mit Schwermetallen (Menschen und Pferde sind heutzutage belastet) und Impfrückständen. Die Kombination kann auch zu allergischen Reaktionen führen.
Den Lebenszyklus und die Arbeitsweise der Zecken als Hauptüberträger von Borrelien erkläre ich hier nicht sondern beschränke mich auf die Borrelien.
Wie alle Bakterien brauchen Spirochäten ein chronisch gestautes Energiesystem + ein geschwächtes Immunsystem, um sich wohl zu fühlen und niederzulassen. Borrelien bevorzugen dabei einen gestauten BL – NI Meridian. Der Blasen – Meridian verläuft vom medialen Augenwinkel bis zur Hufsohle der HH. Von ihm aus gibt es Übergänge zu allen anderen Meridianen. Dadurch kann eine Beeinträchtigung des ganzen Meridiansystems entstehen. Häufig findet man Symptome die allein schon durch eine Energieflussstörung im BL – NI Meridians entstehen, wie z.B. Mauke an der HH, Schwierigkeiten in der Rosse oder Ausbleiben derselben, Stauung im gesamten Beckenbereich.
Die Symptome der Borreliose sind vielfältig und können leicht mit denen anderer Erkrankungen verwechselt werden. Noch schwieriger macht es die Tatsache, dass die Symptome sehr schnell von einem Extrem ins andere wechseln können. Heute lahm – morgen nicht, heute aggressiv – morgen apathisch, heute berührungsempfindlich bis schmerzhaft – morgen absolut unempfindlich.
|
|
Symptome bei Borreliose
Abgeschlagenheit
Muskel- u. Gelenkschmerzen
Schmerzhaftigkeit am ganzen Körper
Nervensystem – wechselnde Lahmheiten, steifer Hals, Ataxie
Headshaking durch Kombination aus Borna und Borreliose
Hautveränderung, Haarausfall, Ekzem, Juckreiz
Erhöhte Kontaktsensibilität der Haut, Schmerzen
Verhaltensauffälligkeit, aggressiv bis lethargisch
Überreaktionen, Platzangst
Entzündungen des ZNS und generelle Entzündungen
Infektanfälligkeit
Frühzeitige Arthrosen
Schädigung des Sehnen –u. Bandapparates
Fieber
Hufempfindlichkeit bis Rehe
Organerkrankungen, bes.Herz
Aborte
Erhöhte Allergieanfälligkeit (durch Schwermetalle u. andere Gifte)
Gewebezerstörung durch permanente Entzündung
Verdauungsstörungen bis hin zu Koliken
Die Infektion verläuft in drei Stadien.
1.Stadium = Lokalinfektion, Rötung der Stichstelle
Event. Fieber, herabgesetztes Allgemeinbefinden, wechselnde Lahmheiten, Lustlosigkeit, Appetitlosigkeit, plötzliche Erkältung
Dieses Stadium kann auch symptomlos sein
2.Stadium
Latenzzeit von bis zu 10 Wochen
Streuung des Erregers über Blut und Lymphe
Symptome erkennbar an Gelenken, Muskeln, Nerven
Erste Entzündungen: Wärme, Rötung, Schwellung, Schmerz, gestörte Funktion
3.Stadium
Symptome, wie oben aufgeführt
Das dritte Stadium wird als chronische Borreliose bezeichnet. Der Erreger hat sich festgesetzt und ist nur noch mit alternativen Methoden erreichbar. Eine Antibiose ist kontraproduktiv.
Zu diesem Zeitpunkt hört man oftmals den Begriff Neuroborreliose. Darunter versteht man alle Symptome, die das NS und das ZNS betreffen wie z.B. Ataxie, Halssteifigkeit, Verhaltensauffälligkeit.
Arbeitsweise und Verhalten von Borrelien
Durch ihre Schraubenform können sie in jedes Gewebe und jede Zelle gelangen. Sie können durch die Plazenta übertragen werden und sind sogar im Sperma gefunden worden. Spirochäten vermehren sich durch Teilung.
Weiterhin besitzen sie die Eigenschaft sich blitzartig zu verändern. Sie verkapseln sich oder gehen in zellwandfreie Formen über. Genauso schnell wechseln sie ihren Aufenthaltsort. Blut, Gewebe oder in den Zellen. Sie können Jahre in ihren Verstecken hocken und auf eine günstige Gelegenheit (schwaches Immunsystem oder blockierter Meridian) warten, um dann erneut zuzuschlagen.
Borrelien entmineralisieren die Muskulatur.
Diagnosemöglichkeiten
Blut: funktioniert aber nur, wenn die Borrelien dort unterwegs sind
Bioresonanz: durch vergleichende Frequenzmuster
Hautstanze: mikroskopische und chemische Untersuchung
Dunkelfeldmikroskopie: macht Borrelien in roten Blutkörperchen sichtbar
Szintigraphie: Nachweis von entzündeten Arealen
Punktförmig weiße Haare im Fell: nicht wissenschaftlich bewiesen, aber oft festgestellt.
Differentialdiagnose: Borna/ Herpes/ ECS/ FSME
Borrelien sind Steigbügelhalter für das Bornavirus
Therapiemöglichkeiten
Immunsystem: stärken
Antibiotika: streng Nutzen – Risiko abwägen
Meridiansystem: Stauungen beheben
Körpermilieu: basisch, nicht sauer
Alternativ: Bioresonanz
EPM= energetische Pferdemedizin
Isopathie
Immer nötig: Wilde Karde
Gelangen die Borrelien in den Körper wird zuerst das Immunsystem aktiv. Es bilden sich Antikörper – Antigen Komplexe. Diese müssen aus dem Körper befördert werden. Das kann schwierig sein, wenn ein Organismus übersäuert ist.
Haben sich die Borrelien inzwischen verändert um nicht erkannt zu werden, reagiert der Körper und schickt seine T-Lymphozyten aus. Es werden neue Antikörper –Antigen Komplexe gebildet. Es gibt neue Attacken, aber auch neue Schübe und Rückfälle. Der Körper ist damit beschäftigt die unbrauchbaren Antikörper und Komplexe zu entsorgen. Das belastet wiederum den Stoffwechsel. Funktioniert dieser nicht gut (z.B. durch Azidose) lagern sich die Abfallstoffe im Gewebe ab. Das Milieu wird noch saurer und schafft damit gute Bedingungen für jede Entzündung. Ein Teufelskreis.
Haben sich zellwandfrei Formen (CWD) gebildet können diese vom Immunsystem nicht erkannt werden.
Der Einsatz von Antibiotika ist sehr kritisch zu betrachten. Antibiotika wirken nur dort wo Blut fließt und auch nur, wenn die Borrelien gerade im Blut unterwegs sind. Sitzen sie in den Zellen oder in schlecht durchblutetem Gewebe (Sehnen) kann das Antibiotikum sie nicht erreichen.
Durch eine Antibiose entstehen innerhalb von 1-24 Std. zellwandfreie Formen welche von Antibiotika nicht erkennbar sind. Diese cystischen Formen verstecken sich besonders gerne in Körperzellen und im Bindegewebe. In den Zellen kann kein Diagnose-System sie finden und sie verursachen dort chronische Entzündungen. Das führt auf Dauer zu Gewebezerstörung.
Weiterhin machen Antibiotika einen erneuten Stau auf den Meridianen.
Hat das Antibiotikum aber Borrelien erwischt dann muss der Körper sich mit diesen toten Bakterien durch welche Toxine entstehen , auseinandersetzen.
Ein intaktes System schafft das wohl, aber in der Regel haben wir es mit einem geschwächten Organismus zu tun. Antibiotika schwächen zusätzlich das Immunsystem, welches im Darm sitzt, weil sie die Darmflora zerstören.
Häufig kommt es zu Resistenzen gegenüber Antibiotika. Erstaunlicherweise sind der DAK bei Menschen keinerlei Resistenzen bekannt.
Nach einer Antibiose sind die Antikörpertiter nicht mehr erhöht. Das Tier scheint geheilt. Dem ist aber nicht so. Wie schon erwähnt haben die Borrelien vielfältige Mechanismen um sich zu verwandeln und zu verstecken.
Übrig bleiben verschiedene alternative Behandlungsformen.
Zunächst sollte die Energie im Meridiansystem wieder frei fließen können, um dem Körper die Möglichkeit der Eigenregulation zu geben und Rückfälle zu vermeiden. Gleichzeitig ist für ein stabiles Immunsystem zu sorgen.
Dann ist ein basisches Körpermilieu sehr wichtig. Borreliose bedeutet immer Entzündung, in der Muskulatur, an den Nerven usw. Das saure Milieu ist die Nahrungsquelle für jede Entzündung .
Das einzige Mittel welches alle Borrelienformen aus allen Verstecken heraus holen kann ist die wilde Karde = Dipsacus fullonum.
Um die Borrelien dann aus dem Körper auszuschleusen gibt es verschiedene Möglichkeiten. Mit Bioresonanz, mit isopathischen Mitteln der Firma Sanum, mit energetischer Pferdemedizin (siehe www.pferdemedizin.com)
Um Mensch oder Tier von einer Borreliose zu befreien reichen nicht drei Wochen und auch nicht drei Monate. Es ist ein langer Prozess der Monate und Jahre dauern kann. Da ich ursprünglich aus dem pharmazeutischen Bereich komme, konnte ich schon viele Fälle von Borreliose beim Menschen verfolgen. Die betroffenen Pferde unterscheiden sich nicht wesentlich davon.
In den meisten Fällen trägt das Pferd bis zur sicheren Diagnose die Borrelien schon lange in sich. Die Krankheit ist also fortgeschritten. Das macht sich dann auch bei der Ausleitung bemerkbar. Ausleitungen ohne sichtbare Anzeichen sollten überdacht werden. Sichtbare Anzeichen sind z.B. auf den folgenden Bildern zu sehen. Genauso sollte man auch eine Verhaltensänderung bemerken, wenn es da zuvor Auffälligkeiten gab.
|
|
|
|
|
|
Aber was bedeutet das nun für unsere Therapie?
Wie schon gesagt, die Symptome sind vielfältig und können auch durch andere Krankheiten entstehen oder verwechselt werden.
Man sollte aber aufmerksam werden, wenn eine Therapie so gar nicht anschlägt oder ins Stocken kommt. Auffällig ist der deutliche Wechsel zwischen guten und sehr schlechten Tagen in jedem Bereich.
Bei der Borreliose wechseln fast symptomlose Zeiten mit solchen die sich z.B. wie eine schwere Grippe anfühlen.
Muskeln können je nach Befall sehr fest und nicht zu entspannen sein oder atrophiert und nicht aufzubauen. Im ersten Fall ist die meist darunter liegende Gelenkblockierung dann auch nicht zu lösen. Im zweiten Fall hat man z.B. ein Pferd dem man jeden Schritt aus den Rippen quetschen muss und selbst wenn man das schafft bauen die Muskeln nicht auf.
Sitzen die Borrelien verstärkt im ZNS können die Pferde total überdreht oder aber völlig desinteressiert und motivationslos sein.
Oft sind die Behandlungsmöglichkeiten auch dadurch eingeschränkt, dass die Pferde so stark hautempfindlich sind, dass ihnen die Berührung der Hände schon Schmerzen bereitet. Und zwar deshalb, weil durch die Hände Energie fließt. In dem Fall macht das Putzen mit einer Bürste keine Probleme, aber die Hände sind unangenehm. Übrigens ist das beim Menschen auch ein sehr häufiges und deutliches Symptom.
Solange die Borrelien im Körper ihr Unwesen treiben kann der Therapieerfolg ausbleiben, eingeschränkt sein oder es kommt immer wieder zu Rückfällen. Durch eine Therapie können die ruhenden Borrelien auch geweckt werden. Umstritten sind dann Anwendungen wie Magnetfeld und Massage. Beides kann sie aktivieren und im Körper verteilen. Ist der Organismus aber schon bei der erfolgreichen Ausleitung kann es sogar unterstützend wirken.
Alles in allem ein komplexes Thema welches nicht unterschätzt werden darf. Das wird verständlicher, wenn man sich ein wenig mit der Bakterienthematik beschäftigt.
Vor ca.100 Jahren hat Professor Enderlein den Pleomorphismus ( Vielgestaltigkeit) von Mikroorganismen entdeckt. Er fand heraus, dass sich Bakterien und Pilze in sehr unterschiedlichen Erscheinungsformen darstellen und nicht wie lange angenommen in unwandelbaren Formen vorliegen. Bakterien und Pilze sind Zustandsformen, die vom Milieu abhängig sind. Das besagt auch der berühmte Satz von Prof. Dr. Antoine Béchamp: Le microbe, c`est rien, le milieu c`est tout! Die Mikrobe ist nichts, das Milieu ist alles! Die Tatsache des Pleomorphismus wirkt sich auch für uns Therapeuten in Diagnose und Therapie aus. Dann muss nämlich unsere Behandlung auf einer anderen Ebene beginnen um langfristig Erfolg zu haben.

