Auswirkung des Bodens auf den Pferderücken
Dass der Boden Auswirkungen auf das ganze Pferd und besonders den Rücken hat ist klar. Bei anderen Pferden schaue ich da auch immer drauf. Ich muss aber gestehen, dass ich bei meinen Pferden noch nie sooo explizit darauf geachtet habe.
Meine Pferde haben diverse Böden auf denen sie permanent ohne Auffälligkeiten laufen. Nordsand auf dem Reitplatz, tieferer weicher Sand auf der Wutzelfläche, Gummimatten und Stroh im Stall, ebene gepflasterte Flächen, mit alten Backsteinen gepflasterte Flächen, grobe Lava auf dem Trail, eine Schotterfläche und natürlich Weide.
Heute bin ich mit Akasha nach dem Aufwärmen auf die Dorfstraße gegangen. Dort ist Kopfsteinpflaster. Sofort hat ihr Rücken angespannt. An den Hufen lag es nicht. Die waren, wie immer, tippi toppi. Aber…der restliche Körper musste sich adaptieren. Da Akasha hypermobil ist trägt sie natürlich diverse nötige (Ver-) Spannungen mit sich.
Ich bin dann deutlich langsamer mit ihr gegangen. Nach ca. 100 Metern in denen die Spannung schon etwas nach ließ, habe ich sie für weitere 100 Meter auf dem Seitenstreifen gehen lassen. Das Ganze dann wiederholt und danach hatte der Körper sich angepasst und sie konnte in unterschiedlichem Schritttempo mit entspanntem Rücken das Kopfsteinpflaster „bewältigen“. Sie hat dann auch kräftig abgeschnaubt.
Von Lemony, die insgesamt ein sehr weiches Pferd ist, kenne ich diese Anspannung beim Gehen auf dem Kopfsteinpflaster nicht. Sie läuft dort, wie auf jedem anderen Boden auch.
Bei vielen wäre wahrscheinlich der erste Gedanke gewesen, dass ein Pferd mit den Hufen Probleme hat und deshalb schlechter auf ungewohntem Untergrund läuft. Kann sein, ist auch oft so, muss aber nicht. Die Auswirkung auf den restlichen Körper sollte nicht unterschätzt werden. Vor allem, wenn dann noch ein Reiter auf dem Rücken sitzt.
