Massage vor der Schulter

Geräte in der Pferdetherapie

Geräte in der Pferdetherapie
Warum ich nicht damit arbeite

Im Laufe der Jahre hatte ich Gelegenheit, eine Vielzahl von Therapiegeräten kennen zu lernen und teilweise auszuprobieren. Darunter Neurostim, Magnetfelddecken, Behmer-Produkte, Ice-Vibes, Novafon, Bioresonanz- und Radionikgeräte sowie einen Infrarot-Laser. Bei jedem Test und Gerät ging ich so offen und neutral vor wie es mir möglich war. Ich habe mich intensiv mit der zugrunde liegenden Technologie beschäftigt, um zu verstehen, wie diese Geräte auf den Organismus wirken. Dies waren sowohl spannende als auch interessante Erfahrungen. Einiges davon war mir einleuchtend, anderes aber weniger.

Doch unabhängig von der Technologie der Geräte, konnte ich für mein Empfinden einen gemeinsamen Nenner feststellen: Eine echte, tiefe Kommunikation zwischen dem Pferd und mir entstand nicht. Dieses Fehlen an Verbindung ist der Hauptgrund, warum ich keine technischen Geräten nutze. Außerdem konnte ich keine nachhaltige Wirksamkeit feststellen, aber das ist nur meine subjektive Feststellung.

Um differenziert auf den aktuellen körperlichen und emotionalen Zustand des Pferdes reagieren zu können, ist es für mich unerlässlich, den Moment-Zustand zu fühlen. Was sagt mir das Gewebe genau jetzt? Wie verändert es sich unter dem Einfluss meiner Hände? Wird es weicher oder fester? Braucht es sanftere Berührungen oder erfordert die Situation mehr Kraft?

Ein Zitat (von einem indischen Weisen) über die Massage verdeutlicht dies sehr gut und lässt sich auf andere manuelle Techniken übertragen:

„Massieren ist etwas, das du zwar anfangen kannst zu lernen, aber du kommst nie an ein Ende. Es geht immer weiter und weiter, und die Erfahrung wird immer tiefer und tiefer, höher und höher. Es ist mehr eine Sache der Liebe. Lerne die Technik – und dann vergiss sie wieder. Danach fühle nur und lass dich von deinem Gefühl leiten. Während du massierst, sei in deinen Fingern, in deinen Händen, als würde sich dein ganzes Sein, deine ganze Seele dort sammeln. Beim Massieren trittst du mit der Lebendigkeit eines anderen Körpers in Verbindung und spürst, wo sie fehlt. Du fühlst, wo der Körper unvollständig ist und machst ihn ganz. Du hilfst der Körperenergie nicht länger zersplittert, nicht länger im Widerstreit zu sein. Wenn sich die Energien des Körpers aufeinander einstimmen und zum Orchester werden, hast du dein Ziel erreicht.“

DieGerätetherapie erscheint mir wie die klassische Naturwissenschaft, bei der der Mensch immer vom Objekt getrennt wird. Diese Vorgehensweise ist für mich nicht annehmbar, da ich als energetisches Lebewesen ein anderes Lebewesen untersuchen und behandeln möchte.

Für mich ist es nicht vorstellbar wie bestimmte Geräte den komplexen holistischen Zustand eines Organismus ausreichend erfassen sollen. Sie können lediglich Parameter mit den gespeicherten Informationen abgleichen, wie z.B. bei Radionik- und Bioresonanzgeräten. Besonders hier sehe ich sogar eine potenzielle Gefahr: Das Gerät geht davon aus, dass eine bestimmte Frequenz für z.B. die Leber normal und gesund ist. Was ist aber, wenn diese objektiv normale Frequenz für diesen speziellen Organismus nicht normal und gut ist? Hier dürfte das Gerät an seine Grenzen stoßen. Ein erfahrener Therapeut kann hingegen immer wieder neu justieren, von Moment zu Moment und jede Information an den aktuellen Zustand anpassen. Er kann auch genau ermitteln, welche Frequenz für diese individuelle Leber normal ist. Vor allem verfügt der Mensch über die Fähigkeit der Empathie und kann fühlen.

Ein weiterer nicht unerheblicher Punkt ist die Tatsache, dass Frequenzen, die mit Hilfe von Geräten in den Körper gebracht werden, durchaus über den Zielort hinausgehen und auf andere Organe und Strukturen treffen können, wo sie nicht zwangsläufig genauso heilend wirken. Diese „Nebenwirkungen“ können sich oft erst Jahre später zeigen, was einen nachgewiesenen Fakt darstellt.

Geräte, die direkt am Körper eingesetzt werden, um z.B. Muskulatur zu lockern, Wärme zu erzeugen oder die mit Vibrationen arbeiten, empfinde ich persönlich als unangenehm und trennend. Beim direkten Vergleich konnte ich nicht feststellen, dass die Pferde, mit ihrem noch stärkeren Körperbewusstsein als wir Menschen, die Behandlung mit Geräten wirklich geschätzt haben. Wenn mein Körper eine Behandlung benötigt, möchte ich mit den Sinnen wahrgenommen und gefühlt werden. Ich möchte die körperliche Wärme und Energie spüren, die am besten durch einen anderen lebenden und fühlenden Organismus übermittelt werden kann.

Bei mir gibt es nur wenige Dinge, die ich außer meinen Händen am Pferd nutze. Dazu gehören Massagehandschuhe, wenn etwas mehr Kraft benötigt wird. Eine sanft wirkende Faszienrolle, wenn größere Areale zu bearbeiten sind. Ein Tensor, eine Farblichtlampe, ein Orgonkissen und ein Diamant-Gold-Prisma für einen Teil der Energiearbeit.

Natürlich sind das meine ganz persönlichen Empfindungen und Erfahrungen. Die Ergebnisse in der Pferdebehandlung und -therapie sind damit durchgehend sehr gut.

Ich denke jeder sollte das nutzen und einsetzen, was sich für ihn stimmig anfühlt, aber durchaus auch mal verschiedene Möglichkeiten selber testen und vergleichen.

 


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